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24.03.2005 NOMOS
Gut und teurer
NOMOS konstruiert und baut seine Werke nun selbst – das lässt die Preise klettern

Um bis zu 170 Euro pro Stück erhöht NOMOS zum 1. April die Einzelhandelspreise für alle Uhren. Und das in Wirtschaftsflautezeiten.

Doch die Preiserhöhung bei NOMOS ist überfällig. Die Löhne der Uhrmacher wurden seit Anfang der Neunziger fast verdoppelt. NOMOS Glashütte ist nun Manufaktur, die Herstellung der Uhren ist wesentlich aufwändiger und teurer geworden – das muss sich im Stückpreis niederschlagen.

Die Produktionstiefe – also das, was NOMOS Glashütte an Werken und Uhren selbst macht – wurde immer weiter gesteigert. Hatte man im Jahr 1992, als die ersten Uhren fertig wurden, noch mit Schweizer Werken gearbeitet, so werden heute gut 80 Prozent der Arbeit am Werk in Glashütte geleistet. Statt Rohwerke einzukaufen und diese zu verfeinern, konstruiert und baut NOMOS jetzt eigene Werke in Glashütte: Mit der Einführung des neuen Automatikwerks wurden auch die NOMOS-Handaufzugswerke auf Eigenproduktion umgestellt. Dafür wurden Ingenieure, Werkzeugbauer, Uhrmacher eingestellt, neue Maschinen gekauft, der Bahnhof umgebaut. Spezialitäten wie Dreiviertelplatine und Glashütter Gesperr sind heute serienmäßig.

Im Vergleich zu anderen Marken selbst mit geringerer Produktionstiefe und weniger Eigenentwicklungen