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24.03.2005 NOMOS
Alles NOMOS, alles Glashütte
NOMOS tickt anders – und neu: Das erste Werk, ein Automat, ist entwickelt, konstruiert und gebaut, und das zum Aufziehen ist jetzt “tout Glashütte”

“NOMOS ist nun erwachsen geworden.” Wenn Roland Schwertner, der Gründer des Unternehmens, dies nach fast 15 Jahren sagt, meint er: Der Sprung in die andere Liga ist geschafft. Mit dem Automaten hat sein Unternehmen das erste Werk selbst konstruiert und gebaut. Fertigungstiefe: über 80 Prozent. Lediglich Teile wie etwa Unruhen oder Rubine produzieren für NOMOS noch immer die Eidgenossen. Das eigene Werk ist das, was in der Uhrmacherei die Spreu vom Weizen trennt. Wer das kann, nennt sich Manufaktur.
Klar: Der Begriff "Manufaktur" ist innerhalb der Branche etwas abgenutzt und zu allem Überfluss auch noch im Wortsinn nicht ganz richtig, denn "Manufaktur" steht ursprünglich für wenige, handgemachte Produkte. NOMOS aber baut mehrere tausend pro Jahr. Und doch: Entwicklung und Bau des Automatikwerks ist ein Meilenstein in der NOMOS-Geschichte: „Wir haben nun eine andere Gewichtsklasse“, sagt Roland Schwertner.

Entwickeln und Konstruieren ist die eine Sache, Teile in Serie und höchster Präzision herzustellen, eine andere. Letzteres passiert im Glashütter Bahnhof, den NOMOS schon Ende 2000 gekauft hatte und wo nach einer – vor allem Flut bedingten – Pause 2004 mit den Sanierungs- und Umbauarbeiten begonnen wurde. Hier ist Platz für die neuen Maschinen und auch eine Reihe neuer Kollegen, die für die Fertigung der Uhrwerksteile verantwortlich sind.